07.07.2026 | Einmalige Chance für die Gemeinde
Ein Bürgerhaus mit drei Nutzungen vereint – eine unheimliche und wichtige Gelegenheit für die Gemeinde – so umschrieb Bürgermeister Holder den anstehenden Baubeschluss für das Bürgerhaus in der Ortsmitte, den der Gemeinderat einstimmig fasste.

Drei Nutzungen – Feuerwehr, Arztpraxis und Dorfgemeinschaftsraum – zentral an einem Ort, das ist im weiten Umkreis einmalig und ein Alleinstellungsmerkmal für die Gemeinde, lobte auch Semjon Rothfuss vom Architekturbüro Lieb, welches den Wettbewerb im letzten Jahr gewonnen hatte. Die Planung habe sich seither mit den Nutzern und dem Gemeinderat ständig weiterentwickelt. Dabei habe man auch intensiv auf die Kosten geschaut und nach Einsparmöglichkeiten gesucht. Die verschiedenen Nutzungen unter einem Dach erzeugten Synergieeffekte, was Einsparungen ermöglicht. So konnten im Planungsprozess Einsparpotenziale von ca. 225.000 Euro erreicht werden. Man habe sich auf Low-Tech-Lösungen geeinigt, wo man mit einfachen Möglichkeiten einen guten Standard erzielen kann. Die Kosten liegen nun bei rd. 5,9 Mio. Euro und beinhalten auch die Außenanlagen, die Ausstattung und Nebenkosten. Durch Förderungen von insgesamt rd. 1,5 Mio. Euro kann diese Summe erträglicher dargestellt werden.
Selbstständigkeit wird gestärkt
Der Gemeinderat war begeistert von der Möglichkeit, die Ortsmitte derart aufwerten zu können. Feuerwehr und Arztpraxis unter einem Dach – das ist ein Glücksfall für die Gemeinde. Auch wenn das Gebäude eine ordentliche Stange Geld koste, sei es diese zukunftsorientierte Investition wert. Das Projekt stärke die Selbstständigkeit der Gemeinde. Dass die Gemeinde dieses Projekt ohne Schuldenaufnahme bewältigen kann, sei außerdem bemerkenswert und das Verdienst der letzten Generationen. Nun könnten die vorausschauend angesparten Mittel endlich sinnvoll zum Nutzen der Bevölkerung angelegt werden. Das Gebäude passe optimal in die Ortsmitte, sei einfach und wirtschaftlich geplant und nichts Übertriebenes. Im weiteren Planungsprozess soll das Gebäude nun weiter optimiert werden, so dass im Herbst der Bauantrag eingereicht werden kann. Ein besonderes Lob galt den Feuerwehrangehörigen, die sich in Zig-Stunden den Kopf zerbrochen haben und zu dem sehr guten Ergebnis beigetragen haben. Dadurch konnten manche Planerstunden eingespart werden.
Zentrum für Zivil- und Bevölkerungsschutz
Die beiden Ärzte Dr. Benjamin Schmidt und Dr. Lukas Hammer, welche die entstehende Praxis als Gemeinschaftspraxis führen wollen, freuten sich über den Planungsfortschritt und den Rückenwind für das Projekt.
Kommandant Ingo Waßilowski bedankte sich ebenfalls und hob hervor, dass hier nicht ein Gebäude allein für die Feuerwehr entstehe, sondern für alle Bürgerinnen und Bürger. Die Gemeinde sei mit Feuerwehr und Ärzten unter einem Dach bestens für evtl. Katastrophenfälle gewappnet und könne ihre Einwohner somit optimal schützen. Es entstehe ein einmaliges Zentrum für den Zivil- und Bevölkerungsschutz, da zudem die Stromversorgung des Gebäudes autark wird und Möglichkeiten zur Notunterbringung im geplanten Dorfgemeinschaftsraum bestehen.